2021

25.07.2021 - Seltenes Jubiläum beim Sängerverein

Musik begleitete ihn sein ganzes Leben

Karl Wainz wurde am 2.Januar 1937 in Kovin, dem damaligen Banat geboren. In den Wirren der Nachkriegszeit wurden er und seine Familie aus ihrer Heimat vertrieben und landeten in einem Flüchtlingslager in Heiming/Tirol. Dort blieben sie von 1946 bis 1956. In dieser Zeit lernte er Österreich kennen und lieben, denn im Lager gab es eine Vielzahl sportlicher und gesellschaftlicher Aktivitäten. Es gab viele Feste, die natürlich auch musikalisch umrahmt wurden und so kam Karl Wainz zum "organisierten" Singen.

Als die Familie 1956 nach Detroit auswanderte, schloss sich Karl den "Karpathia Singers" an. Nach seiner 3-jährigen Militärzeit wurde er vom Schwäbischen Männerchor angeworben, der sich der Pflege des deutschen Liedgutes verschrieben hatte. Im Jahr 1972 wurde er sogar Präsident dieses Chores.

1973 ging es dann zurück nach Deutschland und Karl Wainz kam nach Geisenfeld. Schon nach ein paar Wochen stand der Chorleiter Gerd Faltus vor der Tür und "requirierte" Karl für den Geisenfelder Sängerverein als Tenor. Karl hatte inzwischen eine Anstellung bei BMW gefunden und sang auch im BMW Männerchor mit.
Nachdem der gemischte Chor des Sängervereins immer weniger aktive Sänger hatte, wurde "Maggies Moderne" gegründet. Auch in dieser Gruppierung war Karl mit Feuereifer dabei, denn er hatte sich seine kindliche Neugierde bewahrt und war dem modernen Liedgut genauso zugetan wie den traditionellen Liedern.

Bei seinen häufigen Besuchen in Amerika war es für ihn selbstverständlich, dass er an den Proben seines früheren Chores in Detroit teilnahm. Das Singen war für Karl Wainz immer mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung, sondern stets auch das Beschäftigen mit anderen Kulturen und das Erweitern seines Horizontes.

Schließen möchte ich mit einem bemerkenswerten Satz des Jubilars selbst, der ihn als Kosmopoliten ausweist: "Ich bin amerikanischer Staatsbürger und habe ein deutsches Wesen, dessen Wurzeln im Banat liegen und dessen Heimat Tirol ist."

05.03.2021 - Im Gedenken an Wilma Götz

‚Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn's hochkommt, so sind's achtzig Jahre.'
So lesen wir in der Bibel im Psalm 90, Vers 10!

Obwohl Frau Wilma Götz diese Zahl an Lebensjahren vergönnt war und auch, wenn wir wissen, dass die letzten Jahre für sie nicht immer einfach waren, hätten wir uns doch gewünscht, noch ein Stück des Weges hier mit ihr gehen zu dürfen.

Der Sängerverein Geisenfeld, verabschiedet sich mit großer Trauer von seiner langjährigen Vereinswirtin - Wilma Götz!

Wir sind traurig; traurig über einen lieben Menschen, den wir verloren haben. Aber in diese Traurigkeit mischt sich auch Dankbarkeit. Wir sind dankbar, dass uns ein Mensch begleitet hat, der uns immer mit einem großen Herzen, mit Freude, Wohlwollen und Verständnis begegnete. Über Jahrzehnte hinweg durften wir in ihrem Hause singen, tanzen, lachen, feiern und so manchen Schabernack treiben. Immer waren wir willkommen und gern gesehen, immer konnten wir uns ihrer Unterstützung gewiss sein! Das Gasthaus Glas war für uns mehr als ein Ort für unser Wirken. Wilma Götz machte für uns eine Herberge daraus wie wir sie vermutlich kein zweites Mal finden werden. Mit ihr verlieren wir eine Gönnerin, die ein großes Herz für unsere Musik und unser Vereinsleben hatte und einen wertvollen und großzügigen Menschen.

‚Wir sagen heute ein herzliches Vergelt's Gott für all die guten Stunden und die Unterstützung. Frau Götz wird immer einen Platz in unseren Erinnerungen und unseren Herzen haben.

"Bis wir uns wiedersehen möge Gott dich in seiner schützenden Hand halten!" (frei nach ‚An Irish Blessing')

Geisenfeld, 10.03.2021