Sängerverein Geisenfeld 

Sängerverein Geisenfeld


 


Geschichte des Vereins
Mitglied des Sängerkreises Pfaffenhofen - Neuburg/Schrobenhausen
· im Bayerischen Sängerbund und Deutschen Chorverband
· Die Gründung des Sängervereins Geisenfeld erfolgte im Jahre 1853. Er ist der zweitälteste Verein in Geisenfeld. Im Registergericht Pfaffenhofen ist der Sängerverein eingetragen und führt daher die Bezeichnung e. V. (eingetragener Verein). Aufgrund des Vereinszweckes gemäß der Satzung vom 17. Juli 2012 wurde der Verein vom Finanzamt für Körperschaften als gemeinnützig anerkannt. Frühzeitig wurden Mitgliedschaften in den Dachverbänden Bayerischer Sängerbund (gegr. 1861) und Deutscher Sängerbund (gegr. 1862) vorgenommen.
·· Viele Vereinsaufzeichnungen sind wegen der Kriegsereignisse 1914/18 und 1939/45 nicht mehr auffindbar. Das Protokollbuch über die 100-Jahr-Feier, verbunden mit dem Sängerfest des Isar-Ilm-Sängerkreises in Geisenfeld, aus dem Jahre 1953, ist leider nicht mehr vorhanden. Kann jemand dazu einen Hinweis geben?
·· Dem Vereinsarchiv ist zu entnehmen, dass 1883 die erste Vereinsfahne geweiht wurde.
· Die Aktivitäten im 1. Jahrhundert des Vereinsbestehens umfassten viele Veranstaltungen im Fuchsbüchler-Saal. Wie in fast allen Gesangsvereinen in Deutschland, so auch in Geisenfeld, bestanden die Chor- und Orchestergruppierungen ausschließlich aus Herren. Erstmals bei einem Frühjahrskonzert 1920 wirkte neben Orchester und Männerchor auch ein dreistimmiger Frauenchor und ein gem. Chor (sang u.a. "Die Nachtigall" von Mendelssohn-Bartholdy) mit.
· Ab dem Jahre 1951 probten regelmäßig ein Männer- und ein gemischter Chor. Anfang der 70er musste der Männerchor seine Tätigkeit leider einstellen.'
· Operetten- und Singspielaufführungen gehörten immer wieder zum Metier des Vereins, insbesondere in den 20er und 30er Jahren. Aus dem Jahre 1899 ist die Aufführung von "Die beiden Gauner" bekannt.
·· Nach dem 2. Weltkrieg fand in einer Generalversammlung 1948 die Wiederbelebung/Neuordnung statt. Erste Großereignisse waren die Aufführungen des heimatlichen Singspiels "Der Holledauer Fidel" von Erhard Kutschenreuter 1949 unter Mitwirkung von 90 Personen und 25 Mann Orchester, sowie der Operette "Traum am Tegernsee" von Richard Stenzel, Musik von Max Gugler jun. 1950.
· Anlässlich der 100-Jahr-Feier 1953 veranstaltete der Isar-Ilm-Kreis sein Kreissängerfest in Geisenfeld - ein absoluter Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Über 2000 Sängerinnen und Sänger aus den Landkreisen München-Schwabing, Dachau, Erding, Freising, Moosburg, Mainburg und Pfaffenhofen wirkten mit. die Aktivitäten um fassten Fackelzug - Matinee (Filmtheater) - Standkonzerte - Massenchöre (Stadtplatz) - 100-Jahr-Feier des Sängervereins und Werbesingen der auswärtigen Chorvereinigungen im Festzelt am Sportplatz.
Im Jahre 1958 erhielt der Verein die Zelterplakette durch den Bundespräsidenten Theodor Heuss, als Auszeichnung für die in langjährigem Wirken erworbenen Verdienste um die Pflege der Chormusik und des deutschen Volksliedes. (Karl Friedrich Zelter, 1758 - 1832, war bedeutend als Liederkomponist und musikalischer Berater Goethes)
· In der folgezeit wurden viele Frühlingsfeste, Familienabende und Kirchenkonzerte veranstaltet.
· Zum ständigen Kulturprogramm in Geisenfeld zählen seit 1976 das Frühlingskonzert in der Aula der Verbandsschule, seit 1986 das Kirchenkonzert am 3. Adventssonntag in der Stadtpfarrkirche, wobei verschiedene Geisenfelder Gruppierungen das Programm jeweils mitgestalten. Der gem. Chor - ab 2004 der Frauenchor - veranstaltet seit 1986 mehrmals im Jahr eine Matinee im Geisenfelder Seniorenheim.
· Im März 1999 gründete sich die Gruppe Maggies Moderne, eine a-Capella-Formation, welche vorwiegend Spirituals und Gospels, internationale Schlager und Rock-Songs anbietet. Bereits ab 2002 erfolgten eigenständige (ohne zusätzliche Gesangs- bzw. Instrumentalgruppen) Konzerte, oftmals als Benefizkonzerte. Als Nachfolgeveranstaltung des ehemaligen Frühlingskonzerts zählt seit 2006 das Konzert Treffpunkt Musik zum Geisenfelder Kulturprogramm.
· Im Jahr 2003 wurde der Sängerverein 150 Jahre alt. Dieses Jubiläum wurde am 4. Juli mit einem Festabend in der wunderschön geschmückten Turnhalle der Volksschule gefeiert. Der langjährige 1.Vorsitzende Helmut Ruhland berichtete über interessantes und amüsantes aus 150 Jahren Vereinsgeschichte. Angepasst an den 3x 45-minütigen Vortrag wurden zahlreiche Bilder, Programme, Notizen und Zeitungsausschnitte auf eine größere Leinwand projeziert. Die 1.Vorsitzende Gerda Huber konnte viele Ehrungen an verdiente aktive wie auch passive Mitglieder vornehmen. Umrahmt wurde dieser Festabend durch Ständchen der Stadtkapelle und des Kolpingchores, sowie Liedvorträge des gem. Chores und Maggies Moderne.
·· Der 2.Teil des Jubiläums bestand am 5. Juli aus einem Chortreffen der guten Nachbarschaft. Neben den beiden vereinseigenen Chören wirkten die Sangesfreunde aus Manching, Münchsmünster, Pfaffenhofen und Vohburg mit.
·· Zum Gedenken der verstorbenen Vereinsmitglieder umrahmten die Vereinschöre Gottesdienste in der Stadtpfarrkirche und in der ev. Kirche.
·· Im Jahr 2004 musste der gemischte Chor mangels ausreichender Männerstimmen leider aufgelöst werden. Unter der Leitung von Gerda Huber gründete sich als Nachfolgeformation der Frauenchor, der sich vorwiegend der deutschsprachigen Volks- und volkstümlichen Chorliteratur widmet.
·· Seit dem 4. Mai 2007 veranstaltet der Frauenchor jedes Jahr Anfang Mai ein Volksliedersingen. Der Chor trägt einige Lieder mehrstimmig vor. Zur Akkordeonbegleitung von Ernst Gigl dürfen dann die Gäste bekannte Volkslieder selber mitsingen.